15.06.2014 18:55 Alter: 3 Jahre

Westfälische Schülermeisterschaften in Paderborn

 

 

Ein fünfköpfiges Team von Nachwuchsleichtathleten des VfL Kamen hat sich bei den Westfalenmeisterschaften in Paderborn in Bestform präsentiert. Ganz vorn dabei waren Finn Merten und Stina Kissing, die sich jeweils die Meistertitel über 800 Meter sicherten. Die größte Überraschung aber gelang Constantin Feist, als er sich im Stabhochsprung über 3,40m katapultierte.

Alles andere als der klare Sieg von Finn Merten bei den 15-Jährigen über 800 Meter wäre eine große Überraschung gewesen. Denn er ist der Dominator über die zwei Stadionrunden und war im vergangenen Jahr sogar schnellster Läufer seines Jahrgangs in Deutschland. Aber für Finn ging es im Paderborner Ahornpark um mehr als den Sieg: In diesem Jahr werden erstmals Deutsche U16-Meisterschaften ausgetragen und der VfLer nutzte das Westfalen-Rennen, um die geforderte Qualifikationsnorm abzuliefern. 

Um ein taktisches Bummelrennen zu vermeiden, machte Finn deshalb von Beginn an Druck, löste sich nach einer Runde klar von den Konkurrenten, um mit 2:03,28 Min die Norm deutlich zu unterbieten. Am 16. August kann er nun um den Deutschen Meistertitel mitrennen.

 

Für die Deutschen Meisterschaften ist Stina Kissing noch ein Jahr zu jung, kann sich aber schon mal für 2015 anstellen, denn ihre Zeit ist bereits Spitze. Stina hatte bereits in der Hallensaison für Aufmerksamkeit gesorgt, als sie die westfälische 800-m-Konkurrenz mit einem fulminanten Endspurt überraschte und sich ihren ersten Westfalentitel holte. Für die Freiluftmeisterschaften waren die anderen Läuferinnen der Altersklasse W14 somit zwar gewarnt, aber genutzt hat ihnen das nichts. Stina hat ihre neue Favoritenrollen angenommen und ergriff 300 Meter vor dem Ziel die Initiative, um diesmal mit einem langgezogenen Endspurt zu gewinnen. Zwar attackierte Josefine Werner aus Höxter noch einmal auf der Zielgeraden, aber Stina ließ sich den Sieg nicht nehmen und verbesserte sich um immerhin vier Sekunden auf 2:20,32 Min.  

 

Laufspezialisten sind auch die Zwillingsbrüder Maximilian und Constantin Feist, sie beherrschen aber auch artistisch anspruchsvolle Übungen. Maximilian war in der Halle Westfalenmeister im Stabhochsprung geworden, musste sich aber diesmal, auch bedingt durch muskuläre Probleme, mit 3,10m und Rang 5 bescheiden. Diese Höhe überquerte jetzt auch Constantin Feist und bestätigte damit zunächst seine kürzlich erzielte persönliche Besthöhe, um dann richtig abzuheben. In 10-cm-Stufen steigerte er sich auf 3,40 m. Höher sprang keiner, aber auch ein Wattenscheider Talent steigerte sich auf diese Höhe und gewann schließlich, weil er weniger Fehlversuche hatte. Constantin Feist freute sich aber über seinen Riesensatz und über das Lob von Trainerin Bärbel Westermann für seine deutlich verbesserte Technik. Bei den Deutschen Meisterschaften werden die Feist-Zwillinge aber wieder ihre Runden drehen: Beide haben sich für den 3000-m-Wettbewerb qualifiziert.

 

Eine Bestleistung erzielte bei den Westfalenmeisterschaften schließlich auch Leon Gensler mit 2:17,82 Min über 800m und belegte damit Rang 7 in der Altersklasse M14. Er ärgerte sich ein bisschen, dass er das hohe Tempo der führenden Läufer nicht energisch genug mitgegangen war, denn: „Im Ziel war ich noch frisch.“                   


Crosslauf in Herten

Bei den Rahmenwettbewerben der westfälischen Crossmeisterschaften in Herten nahmen mit großem Erfolg auch drei Leichtathleten des VfL Kamen teil. Im Lauf der 12-jährigen Jungen, der zusammen mit der Altersklasse M 13 gestartet wurde,  stellten sich Finn Merten, Maximilian und Constantin Feist der westfälischen Konkurrenz. Direkt nach dem Startschuss übernahm Maximilian auf der 2500 Meter langen Strecke die Spitze des Feldes. Abgelöst wurde er nach gut einem Drittel der Strecke durch seinen Trainingspartner Finn, der sich in der Klasse M 12 den Sieg dann nicht mehr nehmen ließ. Maximilian lief dann als Zweiter des jüngeren Jahrgangs über die Ziellinie. Sein Zwillingsbruder Constantin platzierte sich direkt hinter Sebastian Niehues aus Lüdinghausen auf dem 4. Platz. In der Mannschaftswertung, in der beide Jahrgänge zusammen gewertet wurden, waren die drei Kamener mit diesen guten Einzelergebnissen nicht zu schlagen. Die ebenfalls sehr stark eingeschätzte Mannschaft des Marathon-Club Menden wurde mit deutlichem Abstand auf den 2. Platz verwiesen.


Letzte Änderung: 10.12.2011